Start 2012
Home
Mitgliedschaft
Veranstaltungen 2012
Projektbeschreibung
Link / Download
Rund um den BEX
Kontakt / Impressum

 

Allgemeine Projektbeschreibung:    (pdf-dokument)


(Vorgestellt Juni 2007 beim MBV NRW, Ergänzungen März 2008, Oktober 2008)


Betrieb einer BürgerBahn auf der Eisenbahnstrecke Düren – Vettweiß - Zülpich – Euskirchen

(Bördebahn) als Ergänzung des werktäglichen Schnellbusverkehres (SB 98) an Wochenenden.

 

Durch die Nutzung der Bahnstrecke Düren – Vettweiß -  Zülpich – Euskirchen werden für Reisende aus allen Bereichen der Euregio Maas-Rhein akzeptable Reisezeiten erreicht.

Die Lücke der beiden Eisenbahnnetze in dieser Region wird geschlossen. 

Freizeiteinrichtungen und kulturelle Veranstaltungen in beiden Kreisstädten und entlang der Strecke werden direkt erreichbar.

So, z.B., Museen in Düren/Jülich/Linnich und Euskirchen/Kuchenheim/Bad Münstereifel, das Bubenheimer Spieleland und das neue Museum römischer Badekultur in Zülpich.

Regionale Radwegenetze (Wasserburgenroute und der Neffeltalradweg) kreuzen die Bahnlinie bzw. verlaufen parallel, so dass bei einer Aufnahme des Schienenverkehrs höhere Auslastungen dieser Freizeitangebote zu erwarten sind.

In den Jahren 2005 und 2006 wurden regelmäßige Verkehre an Wochenenden auf ehrenamtlicher Basis durchgeführt.

Fahrzeug und Fahrer wurden durch einen Sponsor zur Verfügung gestellt.

Eingesetzt wurde ein RVT der Rurtalbahn GmbH.

So wurden, z.B., im Jahr 2006 an 18 Fahrtagen 1884 Fahrgäste befördert.

Fahrten auf der Bördebahn finden derzeit an ausgewählten Sonn- und Feiertagen in der Zeit zwischen April und Oktober und im Dezember 2007  statt. In den verbleibenden Monaten des Jahres ruht der Personenverkehr.

Aus fahrplantechnischen Gründen wird ein 3-Stunden-Takt angeboten.

Anschlüsse in Düren in Richtung Heimbach (RTB), Aachen (DB)und Jülich/Linnich werden ebenso erreicht wie von Euskirchen aus in Richtung Bad Münstereifel, Bonn und in die südliche Eifel.

 

BürgerBahn

 
Die Konzeption der BürgerBahn leitet sich aus dem bestehenden und praktizierten Bestehen eines Bürgerbusses in anderen Regionen des Landes NRW ab.

Die Kerngedanken sind übertragbar:

 

            Bürger fahren für Bürger

 

und ergänzen somit bestehende Fahrplanlücken.

 

Eine Übertragung des Systems „Bus“ auf das System „Bahn“ ist auf Grundlage der derzeitigen Bürgerbusrichtlinien abzuklären.

Die Bürgerbusrichtlinien setzen einen Verkehr innerhalb einer Gemeinde auf öffentlicher, kostenfreier, Infrastruktur voraus.   

Die BürgerBahn verkehrt durch fünf Kommunen und durch zwei Landkreise auf kostenpflichtiger Infrastruktur.

Es werden im Eisenbahnbetrieb andere Voraussetzungen an das Fahrzeug sowie an die Ausbildung, Fortbildung und Überwachung des Betriebspersonals gestellt, die sich in erhöhten Investitions- und Organisationskosten niederschlagen.

Im Rahmen der BürgerBahn ist zu klären, ob der Betrag zum Erwerb eines Fahrzeuges auch für eine Fahrzeugmiete eingesetzt werden kann.

Das Fahrzeug könnte dann aus dem bestehenden Pool eines Eisenbahnverkehrsunternehmens entnommen werden.

 

Die Erfordernisse eines Eisenbahnbetriebes müssen mit den Bürgerbusrichtlinien in Einklang gebracht werden. Dabei ist insbesondere die abweichende Kostenstruktur
 
bei Bahn- und Busbetrieb bei der Anpassung der Bürgerbusrichtlinie zu berücksichtigen.

 
Personal

Ehrenamtlich und unentgeltlich werden von den Vereinsmitgliedern die Einstiegshilfen erstellt und gepflegt.

Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgt ebenfalls ehrenamtlich.

Alle Fahrten werden von zwei Vereinsmitgliedern begleitet.

Sie bieten den Service im Fahrzeug (Ticketing/Catering) und stehen dem Triebfahrzeugführer unterstützend für Sicherungsaufgaben etc. zur Seite.

Im Gegensatz zu einem Bürgerbusprojekt können derzeit nicht alle Fahrten mit ehrenamtlichen Fahrern besetzt werden.

Der Erwerb einer Fahrberechtigung unterliegt im Eisenbahnverkehr anderen Vorraussetzungen.

Ziel ist es einen Fahrerpool aus ehrenamtlich Tätigen zu gründen.

In diesem werden Vereinsmitglieder mit Fahrberechtigungen und sonstige streckenkundige Triebfahrzeugführer zusammengefasst.

Fahrzeug

 
Eingesetzt werden soll ein möglichst niederfluriges Eisenbahnfahrzeug.
Alternativ zum Kauf eines solchen Fahrzeuges sollte die Möglichkeit einer Fahrzeugmiete an den Betriebstagen geprüft werden.

 
Tarif

Derzeit gilt für Fahrten auf der Bördebahn ein eigener Tarif.
Es wird das Verkehrsgebiet der Verbünde VRS und AVV durchfahren.
Einzig das EuregioTicket wird bei Anreise aus dem (AVV-) Verbundgebiet in gewisser Weise anerkannt. Der Fahrgast erhält einen Rabatt in Höhe von 50% auf den Haustarif.
Durch den zum 01.01.2008 gegründeten Bestellerverbund "Nahverkehr Rheinlend (NVR) ergeben sich neue Alternativen zum Tarif.

Es ist abzuklären ob und wenn ja, welche Tickets anerkannt werden können.

Reisende aus Eifel/Bonn/Euskirchen werden mit einem VRS-Ticket anreisen.
Reisende aus dem Raum Düren/Jülich/Aachen/Heerlen werden mit einem
AVV-Ticket anreisen.
Eine Lösung wäre es, weiterhin einen Haustarif beizubehalten, aber entsprechende Verbundtickets als Rabattinstrument anzuerkennen.
Reisende, die ihre Fahrt auf der Bördebahn beginnen, erhalten auf Wunsch ein entsprechendes Verbundticket.
Die Erlöse verbleiben beim Verein zur Finanzierung der Fahrten.

Trassenpreise 

Nach heutigem Stand sind Trassenpreise an die beiden Infrastrukturinhaber DB AG und
Rurtalbahn GmbH zu zahlen.

Derzeit laufen Verhandlungen, die gesamte Infrastruktur in kommunales Eigentum übergehen zu lassen. Danach ist vorgesehen, die gesamte Infrastruktur an ein Eisenbahnunternehmen zu verpachten.

  

Liste der erreichbaren Freizeit- und Kulturziele:

 
Euskirchen:

- Rheinisches Industriemuseum Kuchenheim Tuchfabrik

- Bad Münstereifel

- Stadt Euskirchener Feste/Kirmes/Märkte

- Burg Satzvey

- südl. Eifel

- Nationalpark Eifel

 
Römerstadt Zülpich

- Museum der Badekultur

- Naherholungsgebiet Nemmenicher See

- Landesgartenschau Zülpich 2014

 

Düren:

- Rurtal Nideggen/Heimbach/ Nationalpark Eifel

- Stadt Düren Feste/Museen/Märkte

- Annakirmes

- Jülich Brückenkopfpark/Zitadelle

- Linnich Glasmalereimuseum

- Aachen/EUREGIO

 
Entlang der Eisenbahnstrecke:

Fahrradtouristen und Wanderer, Neffeltalroute, Wasserburgenroute und der Bahnradweg werden gekreuzt.


Sonstige Vorraussetzungen:

Zum Betrieb der BürgerBahn ist die politische Willensbildung in den Anliegerkommunen notwendig.

Eine Kommune sollte nach derzeitigem Stand die Federführung des Projekts übernehmen.

Im Rahmen der BürgerBahn ist zu überlegen, ob der (zu gründende) Zweckverband oder einer der beiden Kreise die Federführung übernimmt.

Gemäß den Bürgerbusrichtlinien ist eine Bürgschaft der Kommune(n) für evtl. Verluste der BürgerBahn notwendig.


Fazit:

Der Betrieb einer BürgerBahn ist technisch möglich, eröffnet die Möglichkeit einer sinnvollen Zwischennutzung der Bördebahn vor der anvisierten Reaktivierung 2015 und schließt eine Lücke im regionalen (Freizeit)verkehr auf der Schiene.

Die Förderung des Projektes findet im Sinne der Bürgerbusrichtlinie statt. 

Der Arbeitskreis Bördebahn in der IG Rurtalbahn e.V. kann auf eigene Erfahrungen der letzten Jahre und motivierte ehrenamtliche Kräfte zurückgreifen.

Zum Betrieb der BürgerBahn ist jedoch eine Ausgründung erforderlich.

Neben dem politischen Willen der Anliegerkommunen ist die Unterstützung der Beteiligten Verkehrsbetriebe und Verbünde notwendig.